G. F. Händel (1685-1759)
Funeral Anthem for Queen Caroline

(HWV 264, Erstaufführung in der Westminster Abbey am 17.
Dezember 1737)

The ways of Zion do mourn
And she is bitterness;
All her people sigh
And hang down their heads to the ground.

How are the migthy fall’n!
She that was great among the nations,
And princess of the provinces!

She put on righteousness,
And it cloathed her:
Her judgement was a robe and a diadem.

When the ear heard her,
Then it blessed her,
And when the eye saw her,
It gave witness of her.

How are the migthy fall’n!
She that was great, great among the nations,
And princess of the provinces!

She deliver’d the poor that cried, the fatherless,
And him that had none to help him.

Kindness, meekness and comfort were in her tongue;
If there was any virtue,
And if there was any praise,
She thought on those things.

How are the migthy fall’n!
She that was great, great among the nations,
And princess of the provinces!

The righteous shall be had
in everlasting remembrance,
and the wise will shine
as the brightness of the firmament.

Their bodies are buried in peace:
But their name liveth evermore.

The people will tell of their wisdom,
And the congregation will shew forth their preaise;
Their reward also is with the Lord,
And the care of them is with the Most High.


They shall receive a glorious kingdom
And a beautiful crown from the Lord’s hand.

The merciful goodness of the lord endureth for ever On them that fear him,
And his righteousness on children’s children

 

Die Wege Sions trauern in der Tat
und sie weint bitterlich;
das ganze Volk seufzt

und hängt sein Haupt  bis zum Boden.


Wie sind doch die Mächtigen gefallen!
Sie, die stattlich unter den Nationen war,
und Fürstin der Länder!

Sie legte Gerechtigkeit an,
und sie stand ihr wohl:

Ihr Urteil war eine Robe und ein Diadem.


Wessen Ohr sie hörte,
der pries sie selig,
und wessen Auge sie schaute,
der legte Zeugnis von ihr ab.

Wie sind doch die Mächtigen gefallen!

Sie, die stattlich war – stattlich unter den Nationen,
und Fürstin der Länder!

Sie befreite den Armen, der schrie, den Vaterlosen,
und den, der keinen Helfer hatte.


Güte, Sanftmut und Trost
kamen aus ihrem Mund hervor;
wenn es irgendeine Tugend
und irgend Lob gab,
dann dachte sie daran.

Wie sind doch die Mächtigen gefallen!

Sie, die stattlich war – stattlich unter den Nationen,
und Fürstin der Länder!


Der Rechtschaffene wird bewahrt
in ewigem Gedächtnis,
und der Weise wird glänzen
wie die Klarheit des Sternenzeltes.

Ihre Leiber sind in Frieden begraben,
aber ihr Name lebt für immer.

Das Volk wird von ihrer Weisheit erzählen,
und die Gemeinde wird sie laut preisen.
Ihr Lohn ruht in der Hand des Herrn,

und der Allerhöchste nimmt sie in seine Obhut.

Sie werden ein herrliches Reich empfangen
und eine wunderbare Krone  aus der Hand des Herrn.

Die barmherzige Güte des Herrn
wird ewig bestehen bei denen, die ihn fürchten,

und seine Gerechtigkeit bei seinen Kindeskindern

 

Übersetzung. Charles Borg-Manché